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25

Jan

2010

Mein Auslandssemester an der Bergen National Academy of the Arts

Blick auf die Stadt Bergen vom Fløyen Blick auf die Stadt Bergen vom Fløyen

Anfang Sommer 2009 bewarb ich mich, durch Empfehlung eines Professors, an der Bergen National Academy of the Arts. Die Bewerbung umfasste einen Lebenslauf, ein Portfolio und ein Motivationsschreiben.

Daraufhin hieß es warten, wobei ich die Wartezeit mit meiner Bachelorarbeit verbrachte. Nach meiner Bachelorpräsentation im Oktober 2009 wurde ich etwas ungeduldig. Ich sandte eine Email an die Bergen National Academy of the Arts, gleichzeitig begann ich die Rechts- und Auslandsabteilung an unserer Universität mit Fragen zu durchlöchern. Und siehe da: Ende November bekam ich dann den Bescheid, dass ich Bergen aufgenommen bin!!!

Der Dezember verging wie im Flug und nach den Weihnachtsfeiertagen wurde nicht ausgepackt, sondern eingepackt. ;O) 

Kunsthøgskolen i Bergen (Bergen National Academy of the Arts) Strømgaten 1 Kunsthøgskolen i Bergen (Bergen National Academy of the Arts) Strømgaten 1

Anreise:

Am 06. Januar 2010 um 13:00 begann meine Reise nach Bergen (Norwegen). Bernhard fuhr mich zum Münchner Flughafen, was den Transport von 22Kg Gepäck, dem Handgepäck und meiner Person erheblich erleichterte.

In diesem Sinne möchte ich mich kurz bei all jenen bedanken, die mir bei der Organisation & dem ganzen drum herum geholfen haben. 

!!! HERZLICHES DANKESCHÖN !!!

Um 17:00 hieß es dann "entgültig Abschied nehmen" und Abflug nach Kopenhagen, weiter zum Flughafen Bergen Flesland, auf dem ich um 22:30 eintraf. Außentemperatur -12°C, Schneehöhe 50 cm und Sternen klarer Himmel!!! Für mich einfach PERFEKT ;O) Weiter ging es mit dem Airflybussen (norwegisch) in das Zentrum von Bergen, wobei mir einige Personen bei meinem Gepäck zur Hilfe kamen und mir den Weg zum Marken Gjestehus erklärten. Und das um 23:30 in der Nacht!!!

Auf jede Frage eine höfliche, freundliche Antwort, hilfsbereit und offen!

(So war und ist mein Eindruck von den Berger/Innen noch immer!)

Es folgte noch eine schnell, aber schmerzhafte Kür auf einer Eisplatte, die leider einen Handbruch zur Folge hatte und schließlich kam ich im Marken-Gjestehus, müde aber dennoch glücklich an.

07. Januar 2010 :

Nach einem sehr guten und ausführlichen Frühstück im Hotel Grand Terminus, eilte ich zum Studentencenter, um meine Zimmerschlüssel für das Studentenwohnheim in Fantoft abzuholen. Die Wartezeit vor dem Schalter der Rezeption (In Norwegen zieht man eine Nummer und wartet bis diese aufgerufen wird!) wurde durch das Kennenlernen einer Auslandsstudentin aus Wien verkürzt. Damit war die erste Hürde zum Thema „Hilfe, ich kenne ja niemanden!“ überwunden. Nach Erledigung der Studentenheim Formalitäten ging es weiter zur Ambulanz. Endlich hatte ich die Gelegenheit das Gesundheitswesen in Bergen kennenzulernen. Die erste Frage lautete: „Snakker du norsk?“ Ich antwortete: „Nei“ und so wurde die weitere Unterhaltung in englischer Sprache durchgeführt. Der Röntgenbefund zeigte eine Fraktur im rechten Handgelenk. Gips für die nächsten vier Wochen. Ein Traum für jede/n Keramiker/In ?!?!!!

Aus der Ambulanz entlassen, stellte ich mir die Frage, wie ich mein Gepäck in das etwa 5km entfernte Fantoft transportieren sollte? Es fuhren laufend Busse, nur für meine Hand waren 22Kg Gepäck unüberwindbar. Also, TAXI! Ein wahrer Luxus, aber hilfreich! In Fantoft angekommen, überwältigt von dem "eindrucksvollen" Gebäudeblock, machte ich mich auf die Suche nach meinem Zimmer. Dort angelangt, durfte ich feststellen, dass der/die Vorgänger/in etwas anderes unter Sauberkeit verstanden hatte als ich. Somit hatte der nahegelegene Supermarkt auch gleich sein Freude mit mir und ein Training für die linke Hand gab es noch dazu! Als Belohnung machte ich noch einen Ausflug zu Ikea. Bei der Rückkehr im Studentenheim, gab es dann noch ein "Treppen-steig-Training mit dem gesamten Ikea-Einkauf", weil der Lift außer Betrieb war. Im meinem Zimmer angekommen, richtete ich mich noch häuslich ein und viel um 1:00 morgens todmüde ins Bett.

8. Jänner 2010 :

Um 10:00 in der Früh gab es das erste große Treffen an der Bergen National Academy of Arts. Bei Kaffee & Snack stellten wir (Auslandsstudenten/Innen) uns gegenseitig vor und Kari Bjorgo Johnson (Studentenratgeberin und Verantwortliche für deren Administration) bot uns einen kleinen Überblick über die National Academy of Arts.

Nachdem Meeting fiel uns allen „ein Stein vom Herzen“. Jede/r von uns ist in Fantoft untergebracht, jede/r hat die gleichen Fragen, Wünsche und Sorgen. Wie zum Beispiel: Wo bekomme ich einen günstigen Handytarif? Wann und woher bekomme ich den Internetanschluss? Wo gibt es „günstige“ Lebensmittel zu kaufen? etc. So machten wir uns gemeinsam auf die Suche nach den Antworten, wodurch der Tag schnell vorüber war. Am Abend schmiedeten wir, bei einer gemütlichen Tee- und Kuchen-Runde, noch Pläne für das Wochenende bis uns `zu guter Letzt´ die Müdigkeit überfiel.

9. Jänner 2010 :

Wochenende JUHU! Sight-Seeing ist angesagt! Doch nicht auf die übliche Art und Weise, dass kann ja jeder! ;O) Zuerst wurden sämtliche Sportgeschäfte bezüglich einer günstigen Zipflbob - Version  abgeklappert. Kaum war diese gefunden (Preis: 45 Kronen), machten wir uns (sieben Studenten) auf den Weg  zu dem Ersten unserer sieben Berge rund um Bergen, dem Fløyen.

Oben angekommen, bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf Bergen (inkl. Sonnenbad). Nach einer kurzen Rast, einigen Testfahrten mit dem Zipflbob (wobei jede/r Norweger/in bemerkte, dass wir nicht von Norwegen waren!), ging es schließlich ab zum Zipflbob-Rennen.

Die buckelige Abfahrt war nicht jedermanns Sache.

War man zu schnell, tat es am Hinterteil ordentlich weh. War man zu langsam, blieb man zwischen den Buckeln hängen. Für Gelächter unter und rund um uns sorgten wir auf alle Fälle. ;O).

10. Jänner 2010:

Blitzblauer Himmel, -15°C und eine herrliche Sicht! Nein, ich bleib nicht in meinem Zimmer, ich muss raus! Olivier war derselben Meinung und so machten wir uns auf den Weg zum zweiten Berg rund um Bergen, dem Løvstakken. Auf meinem tollen Touristenmäppchen war der Weg sehr spärlich gekennzeichnet. Wir fragten einige Personen nach dem Weg und jeder gab uns die gleiche Antwort. „Zum Kreisverkehr und dann nehmt ihr einfach irgendeinen Weg nach oben!“ … Ähm, ja ok?!?

Und es stimmt wirklich! Es gibt dermaßen viele Pfade auf den Løvstakken, dass es egal ist welchen Du nimmst. Du solltest dir nur merken von welcher Richtung du gekommen bist, damit du dort auch wieder hinunter gehen kannst.

Oben angekommen wurden wir mit einem 360° Panoramablick belohnt!

Am Weg zurück machten wir noch einen Abstecher zur zugefrorenen Bucht Nordåsvannet. Dort hatte es nur noch -18°C, sodass unsere Handschuhe vor Kälte erstarrten und wir wieder in die Wärme nach Fantoft flüchteten.

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Kommentare: 4

  • #1

    Walter (Dienstag, 26 Januar 2010 07:37)

    Hallo Julia!
    Wunderschöne Aufnahmen super !

    lg aus Ebensee

  • #2

    Casy (Dienstag, 26 Januar 2010 09:21)

    Top Blog! :-) Super Pics!

  • #3

    angelika (Dienstag, 26 Januar 2010 20:21)

    hallo julia!
    ich komme schon morgen zu dir rauf!!!
    so super,dasssss du nach bergen bist und ich bin schon ein bissschen neidisch!!!
    lg.aus linz

  • #4

    rosa lila manchmal blau oder gelb oder grün (Montag, 01 Februar 2010 14:31)

    a traum... herrlich schauts do aus bei dia!!!

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